Zuerst die Vertragsart bestimmen
Seit 1. Juli 2024 sind unbefristete Verträge bei neuen Wohnraummieten die Regel. Befristung braucht eine passende Ausnahme; ältere Verträge gesondert prüfen. Ein eingetragenes Enddatum beweist allein kein rechtmäßiges Mietende.
- Vertrag, Änderungen, Beginn und Belege für eine Ausnahme bereitlegen.
- Vertragsart und aktuelle Regeln vor weiteren Schritten prüfen.
Kündigung und Vertragsauflösung unterscheiden
Vermieter dürfen Wohnraummiete nicht beliebig beenden. Kündigung und gerichtliche Auflösung wegen Pflichtverletzung, ontbinding, unterscheiden. Für Mieter und Vermieter gelten unterschiedliche Kündigungsregeln.
- Initiator, Grund und Beweise festhalten.
- Kaution und letzte Mietzahlungen getrennt abrechnen.
Zugang und Antworten dokumentieren
Zulässiger Grund, Form und Frist müssen rechtlich beurteilt werden. Erklärung, Zustellungsnachweis und Mieterantwort aufbewahren. Schweigen bedeutet nicht automatisch Zustimmung.
- Unterlagen datieren und dem richtigen Mietverhältnis zuordnen.
- Bei zulässiger einvernehmlicher Beendigung Datum und Rückgabebedingungen genau festlegen.
Bei Streit den passenden Gerichtsweg nutzen
Widerspricht der Mieter, muss der Vermieter das geeignete Gerichtsverfahren einhalten. Die Huurcommissie entscheidet keine Beendigungsstreitigkeiten; zuständig ist das Gericht.
- Keine eigenmächtigen Schlosswechsel, Entfernung von Sachen oder Versorgungssperren.
- Örtliche Rechtsberatung zu Antrag, Beweisen und gegebenenfalls Eilverfahren einholen; Räumung nicht selbst durchführen.
Nach Mietende getrennt abrechnen
Zustand, Zähler, Schlüssel und Salden dokumentieren. Berechtigte Kautionsabzüge belegen und niederländische Rückzahlungsfristen einhalten. Fehlende Rechnungen und strittige Posten kennzeichnen.
- Der Rückgabe- und Schadensleitfaden beschreibt den praktischen Abschluss.
Wohnungsrückgabe: Schäden bezahlen oder mit der Kaution verrechnen